Miriam absolvierte nach ihrer Yoga-Grundausbildung eine 100-Stunden Online Yin-Yoga Weiterbildung bei Element Yoga in Berlin. In diesem Erfahrungsbericht erzählt sie von ihrer Ausbildungszeit.

Miriam’s Weg zum Yoga

Nächster Halt: Mein glücklicher, innerer Kern

Mein Weg zum Yoga begann als Reise zu mir selbst. Nach einer toxischen Beziehung wusste ich, es war Zeit, zu mir zu finden. Ich begann, mich mit einem Yoga-Buch über achtsame Lebensweisen zu informieren. Ich beschäftigte mich zunächst viel mit Ernährung und Meditation. Gleichzeitig besuchte ich einen MBSR-Kurs: Stressreduktion durch Achtsamkeit. Da hier Aufgabe war, sich tagtäglich mit Meditationen oder Achtsamkeitsübungen zu beschäftigen, kam ich in den Genuss, zu erspüren, wie unglaublich heilsam dies für mich ist. Das Hamsterrad drehte zwar weiter, aber ich schaute von außen zu. Die Gedanken kreisten nach wie vor, aber ich stand daneben. All die Emotionen, die mich die Monate zuvor gepackt hatten, waren nicht weggeblasen, aber sie waren händelbar. Ich begann, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. Jeden Tag. Aus dem MBSR-Kurs hatte ich ein paar sanfte Yoga-Übungen mit an die Hand bekommen: „Yoga ist Meditation in Bewegung“, hieß es dort. Nur wenige sanfte, dynamische Übungen wurden jeweils wenige Minuten lang nacheinander praktiziert. Auch dies machte ich beinahe täglich. Es half mir, zu mir zu finden und mich in meiner Haut wieder wohlzufühlen.

Yin Yoga Pose

Der Entschluss zur Yoga-Ausbildung

Einsteigen bitte! Yin-Yoga als Tor zu mir selbst

So war der Grundbaustein für meine Liebe zum Yin-Yoga gelegt. 2 Jahre später besuchte ich regelmäßige Yin-Yoga-Klassen. Jeden Donnerstag-Abend. Welch Wohltat, um gegen Ende der Woche noch einmal Kraft zu schöpfen! Nach einer Weile war mir klar, dass ich Yoga auf jeden Fall als festen Bestandteil in mein Leben integrieren wollte. Aus den Umständen ergab sich, dass hierfür der richtige Zeitpunkt gekommen war. Auf meiner Suche nach einem geeigneten Ausbildungsinstitut fiel ich auf Element Yoga — an meinem Wohnort Berlin, und dennoch online möglich und dadurch zeitlich flexibel. Perfekt! Die Methodik der Elemente sprach mich sehr an. Sie schien mir modern, wissenschaftlich und übersichtlich. Während der Grundausbildung lernte ich die Elemente Raum, Erde, Wasser, Feuer und Luft näher kennen. Und vor allem fiel mir erneut auf, dass ich mich in Yin-Yoga-Stunden einfach nur wohlfühlen kann. Als dann die Rede vom Beginn der Online Yin-Yoga Weiterbildung war, sagte ich sofort zu. Und so schritt die Reise zu mir selbst voran.

Online Yin Yoga-Weiterbildung

Ablauf und Aufbau der Weiterbildung 100H Online Yin-Yoga Weiterbildung bei Element Yoga

Start der Online Yin-Yoga Weiterbildung

Als ich die Ausbildung begann, wurde diese zum ersten Mal bei Element Yoga angeboten. Premiere! Die drei Ausbildungswochenenden fanden während Corona-Hochphasen statt, weshalb diese über einen Livestream übertragen wurden. Da Element Yoga nicht das erste Mal mit diesem Umstand umgehen musste, war dies überhaupt kein Problem. Zuhause richtete ich es mir so richtig schön gemütlich ein: Yogamatte, Decken, Bolster, Blöcke, Faszienrolle, -ball und mein Lavendel-Augenkissen waren meine steten Begleiter, die mich sanft durch die Ausbildung trugen.

Praktische Ausbildungsinhalte

Wir starteten zunächst mit einer Praxis. Erstmal im eigenen Körper ankommen und in den Genuss der Selbstachtsamkeit kommen. Genau das Richtige für mich.

Kurze Zeit später begannen wir dann mit ersten inhaltlichen, aber natürlich auch organisatorischen Themen. Wir wurden für die Zeit der Weiterbildung zu kleinen Mentor*innen- Gruppen eingeteilt. Die betreuenden Mentor*innen waren Yin-Yoga-Erfahrene, die uns in Kleingruppenarbeit hilfreiche Inspirationen und weiterführende Denkanstöße mit auf unseren Weg gaben. Darüber hinaus waren sie zwischen den Ausbildungswochenenden über die Kommunikationsplattform Slack für uns da. Sie halfen uns inhaltliche, spirituelle oder praktische Fragen zu diskutieren, woraus sich spannende Gespräche ergaben. Außerhalb der Ausbildungszeit planten wir Treffen über Zoom, in denen wir verschiedene Themen bearbeiteten, die uns auf der Seele brannten. Anschließend tauchten wir in eine gemeinsame Yin-Yoga-Praxis ein, wo jede*r, der*die wollte, mal anzuleiten üben durfte.

Inhaltlich ging es während der Ausbildungswochenenden um diverse Themen rund um die Yin- Yoga-Praxis, Philosophie und Anatomie. Hinsichtlich der Praxis ging es darum, zu erfahren, wie sich Yin-Yoga auf unseren Körper auswirkt. Dass ich Yin-Yoga liebe, hat sich hierdurch auf jeden Fall bestätigt! Besonders schön war es, von verschiedenen Yogalehrer*innen angeleitet zu werden. So fand ich spannend, wie vielfältig Yin-Yoga sein kann und was alles als Yin-Yoga deklariert werden kann. Absolutes Highlight war die Praxis mit Anna Troekes, Alex’ inspirierender Quelle. Sie führte uns durch einige mobilisierende Übungen und eine lange Yoga Nidra Sequenz. Das war ein traumhaftes Gefühl!

Übungen in Kleingruppen

In unseren Kleingruppen probierten wir uns mit Hilfsmitteln aus. So konnten wir für die verschiedensten Haltungen jeweils Modifikationen bzw. Variationen finden, um die Yin-Yoga- Haltungen unserer Konstitution entsprechend vollumfänglich genießen zu können. Dies bietet einerseits für mich als hypermobile Praktizierende den Vorteil, manche Positionen in ihrer Intensität zu verstärken. Andererseits haben die eher unbeweglichen Yogi*nis Möglichkeiten gefunden, sich so einzurichten, dass sie sicher und ohne unangenehmen Schmerz in bestimmten Haltungen entspannen können. Das Motto lautet: Entspannung ist höchstes Gebot!

Theoretische Ausbildungsinhalte

Neben dem praktischen Aspekt lernten wir philosophische Aspekte des Yin-Yogas kennen. Wir gingen der Frage nach, warum Yin-Yoga „alter Wein in neuen Schläuchen“ ist und wo eigentlich genau der Unterschied zwischen Yin-Yoga und dem traditionellen Yoga liegt. Spannende Literatur, wie der Tao Te Ching und die Vijnana Bhairava Tantra, begleitete unsere Wissensreise. Was mich persönlich besonders angesprochen hat, war das Wissen zur Meridianlehre. Ich hatte im privaten Kontext schon viel davon gehört und war dankbar, meine Kenntnisse vertiefen zu können. Was ich nicht wusste: Der Verlauf der Meridiane ist deckungsgleich mit den Faszienbahnen im Körper. So, wie ich es von Element Yoga gewöhnt bin, ging es nicht nur um spirituelle oder gar esoterische Hypothesen, sondern auch um den aktuellen Stand der Wissenschaft. Auf anatomischer Ebene betrachteten wir unter anderem Faszien. Und, was soll ich sagen, auch hier habe ich mich ein wenig verliebt. Was Faszien alles können und warum es sich lohnt, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, wurde uns ausführlich und verständlich erklärt sowie auch erfahrbar gemacht.

Was am Ende natürlich nicht fehlen sollte, um die Ausbildung abzurunden, war ein kleiner Einblick ins Sequencing im Yin-Yoga. Ganz nach Element-Yoga-Methode erstellten wir in Kleingruppenarbeit unsere ersten Sequenzen. Wir waren dann natürlich auch ein wenig stolz, als wir diese präsentieren durften!

Pranayama-Challenge

Tief durchatmen, bitte!

Einen besonderen Abschnitt verdient die Pranayama-Challenge, die wir zwischen dem letzten Ausbildungswochenende und vor dem Retreat machen durften. Über einen Zeitraum von vier Wochen wurden wir angeleitet, für jeweils eine Woche täglich eine bestimmte Atemübung mit einer anschließenden Yin-Yoga-Praxis unserer Wahl zu praktizieren. Dabei wurden wochenweise verschiedene Beobachtungsmethoden genutzt, um den Effekt sowohl der Atemübung als auch der Yin-Yoga-Praxis zu beobachten und quantifizierbar zu machen (→ Hier spiegelt sich wieder Alex’ Liebe zur Wissenschaft wider 😉 ). Es war erstaunlich, wie viel so ein paar Minuten Atemübung so ausmachen können!

Yin-Yoga-Retreat am Ende der Weiterbildung

Einen wundervollen Abschluss fanden wir in unserem Yin-Yoga-Retreat. Für mich fand dieses bequem von Zuhause aus statt. Durch das Hybrid-Modell konnte ich zumindest erahnen, wie schön es vor Ort gewesen sein muss. Aber natürlich hatte ich es, ebenso wie bei den Ausbildungswochenenden zuvor, auch Zuhause gemütlich. Fokus des Retreats war nochmal eine intensive Praxis-Erfahrung. Ein kleines Special bot uns Nadin aus dem Element Yoga Team mit kurzen, aber sehr knackigen Vinyasa-Einheiten noch vor Beginn des offiziellen Programms jeden Morgen an. Dadurch fiel das Entspannen danach noch leichter. Auch von Zuhause hatte ich das Gefühl, Teil der friedlichen Atmosphäre der Teilnehmenden vor Ort zu sein. Ich war erfüllt von Energie.

An einem Abend herrschte am Retreat-Ort ein Wahnsinns-Sturm, weshalb leider die Internet-Verbindung gekappt wurde. Ausgerechnet, als Alex uns in die Komplexität der Atemchemie einführen wollte! Also machte ich es mir an diesem Abend mit mir selbst gemütlich. Die Inhalte wurden aufgenommen, sodass ich sie mir in Ruhe später anhören durfte. Fragen konnten dann selbstverständlich im Nachhinein noch geklärt werden! Also alles kein Problem. Im Gegensatz hat das Team von Element Yoga mal wieder gezeigt, wie flexibel sie auf spontane Herausforderungen reagieren können. Und durch etwas Aufregung wird eine Reise ja auch erst zu einem richtigen Abenteuer, oder was meint ihr? 😉

100H Online Yin Yoga-Weiterbildung

Abschluss der Online Yin-Yoga Weiterbildung

Am Ziel angekommen: Ich bin dankbar, glücklich und gestärkt!

Am Ende der Online Yin-Yoga Weiterbildung wurde mir bewusst, wie viel ich mitgenommen habe. Ich war total bei mir, fühlte mich selbst-bewusst und wertvoll. Durch die regelmäßige Yin-Praxis hatte ich meine Selbstfürsorge gestärkt, was sich deutlich in meinem gesteigerten Wohlbefinden und Selbstvertrauen bemerkbar machte.

Nur zwei Tage nach dem letzten Tag der Weiterbildung zog ich um: Von Berlin nach Usedom, um dort für ein Jahr beruflich durchzustarten. Und was soll ich sagen: Das Yin-Yoga-Modul hat mich so sehr gestärkt, dass ich zuversichtlich, mutig und vollkommen angstfrei in den neuen Lebensabschnitt startete. Die plötzliche Distanz zu Freund*innen, die neu entstandene Fernbeziehung und der neue Job für mich als Berufsanfängerin waren allesamt Herausforderungen, die ich vertrauensvoll annehmen und meistern konnte.

Wie zu jedem Abschluss eines Moduls bei Element Yoga galt es auch hier, Prüfungsfragen zu beantworten, um das Zertifikat „100H Yin Yogalehrer*in“ zu erhalten. Dies empfand ich als hervorragende Möglichkeit, um mir einerseits mein gewonnenes Wissen nochmal vor Augen zu führen, andererseits diese Kenntnisse zu vertiefen. Nach mehr oder minder strukturiertem Durcharbeiten der Fragen nach Themenbereich, wo es insbesondere darum geht, sich selbst und seinen Wissensstand zu reflektieren, wurde ich dann belohnt. Das Ergebnis meiner Fortschritte während der Ausbildung war nun Schwarz auf Weiß sichtbar in Form meiner Abschlussprüfung. Ich erhielt mein Zertifikat und war einfach nur stolz und dankbar!

Und wer hätte das gedacht: In meinem neuen Job als Psychologin in einer psychosomatischen Reha-Klinik durfte ich regelmäßige Yoga-Stunden anbieten. So hatte ich direkte Gelegenheit, mein selbst erfahrenes Wissen an Patient*innen der Klinik weiterzugeben und meine Qualitäten als YogLehrerin im Yin-Kontext zu präsentieren!

Pranayama während Yin Yoga Weiterbildung

Mein Fazit zur Yin-Yoga-Fortbildung bei Element Yoga

Ich war absolut begeistert von dem Angebot, in meinem Yoga-Studio diese Fortbildung machen zu können und bin sehr dankbar, dass ich das Angebot sofort genutzt habe. Durch die Ausbildung habe ich gelernt, mich und meinen Körper achtsam zu beobachten, meiner Konstitution entsprechend zu praktizieren sowie verschiedene Atem- und Energielenkungstechniken sinnvoll in meine Praxis zu integrieren. Außerdem bin ich inzwischen ein riesiger Fan von Faszien und allem, was Faszien stimuliert. Der kleine Nerd in mir ist zudem sehr glücklich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Yin-Kontext. Seit der Fortbildung trage ich einen Fitness-Tracker und bin immer wieder erstaunt, anhand der Herzratenvariabilität sehen zu können, wann mein Körper entspannt und wann er gestresst ist (Spoiler-Alarm: Ein Abend mit viel Alkohol und der darauffolgende Katertag sind purer Stress 😉 ).

Ich kann die Online Yoga-Yoga Weiterbildung bei Element Yoga ausnahmslos jedem*jeder empfehlen, der*die Lust hat, sich auch mal mit der ruhigen Seite des Lebens zu beschäftigen. Vollkommen unabhängig davon, ob jemand der „Chill-Typ“ ist, ist hier für jede*n was dabei. In der Ausbildung wird nicht nur gezeigt, wie ruhige Menschen die Kraft des Yins nutzen können, sondern vor allem auch, wie die Aktiven unter uns in einen Zustand der Ruhe und Entspannung finden können, auch wenn es eher schwer fällt.

Durch den Einfluss moderner Theorien und Wissenschaft ist das Modul bei Element Yoga auf jeden Fall ein Muss für alle, die mehr Balance und Ausgeglichenheit in ihrem Leben und ihrer Yoga-Praxis suchen.

Danke an das Element Yoga Team!

Miriam’s Yogaweg kannst du auf Instagram verfolgen: @inspirimiri


1 Kommentar

Karla · 16. April 2022 um 6:45

Oh liebe Miriam, das hast Du großartig zusammen gefasst! Ich bin total begeistert. Danke Dir ♥️

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